Das ist mein Journal (Tagebuch). Ihr könnt meine Einträge kommentieren. In manche Gruppen, können Einträge von allen Besuchern meiner Web-Site hinzugefügt werden.
Meine Erlebnisse und Eindrücke
Zitat:
| GEH ZU DEINES REICHEN FREUNDES HAUS, WENN DU GERUFEN BIST!
ZU DES ARMEN FREUNDES HAUS GEH UNGERUFEN!
Sachin Gaud, Mumbai | | |
16.05.2007 Nun habe ich die ersten drei Monate Aufenthalt in Mumbai hinter mir. In dieser Woche hat mich die indische Influenza niedergestreckt. Vorgestern fing die Krankheit an, mit Trübheit, Gliederschmerzen und hohem Fieber. Gestern hatte ich den Hotelarzt gerufen. Kurze Zeit später schellte es an meiner Tür. Ich öffnete und dachte ein Überfallkommando steht vor der Tür. Der Doktor kam mit seinem Assistenzarzt und seiner Sprechstundenhilfe. Der Doc stellte sich vor als Dr. Deepak D. Tiwari. Nach einem Gespräch über mein Krankheitsverlauf, hörte er meine Brust und den Rücken ab, fühlte mein Puls und meine Körpertemperatur wurde nochmals gemessen. Nach dieser Diagnose verschrieb er mit ein Antibiotika, Tabletten gegen Schmerzen und für die Bronchien einen Saft. Anschließend telefonierte er mit einer Apotheke und orderte die Medikamente. Nach diesem Telefongespräch verabschiedete sich die Crowd und kurze Zeit später wurden ich per Telefon von der Apotheke benachrichtigt, das die Medikamentenlieferung unterwegs ist und gefragt ob ich gleich bar bezahle oder die Rechnung zum Hotel gesendet werden soll. Ich beschloss eine Barzahlung durchzuführen. Die Lieferung erfolgte eine halbe Stunde nach dem Telefongespräch. Für die ganzen Medikamente habe ich 195 Rupien gezahlt, das sind keine vier Euro. Bin mal gespannt wie hoch die Arztrechnung ausfällt. Heute morgen hatte ich noch 38.9°C Fieber. Ich habe mir dann Wadenwickel angelegt und nach geraumer Zeit fing mein Körper an zu schwitzen und ich war durchgeweicht. Die erneute Messung ergab um 12:00 Uhr 37.7°C und gegen 13:00 Uhr 37.2°C. Ich hoffe das es nun aufwärts geht mit mir.
Eigentlich habe ich Glück das ich als Deutscher geboren bin und das Geld besitze für so eine Behandlung. Wenn man so im Bett liegt überlegt man einiges. Was machen eigentlich die 16 Millionen Inder in Bombay, von denen ein Großteil sich diese Behandlung überhaupt nicht leisten kann? Die Welt ist schon ungerecht.
17.05.07. Nun habe ich mein Fieber überstanden, jedoch beim Husten habe ich Schmerzen in den Rippen. Mein Körper fühlt sich an als wenn er mit einem Baseballschläger bearbeitet wurde. Nach diesem dreitägigen Bettaufenthalt, war erstmal eine Dusche fällig. Es war eine Wohltat. Danach raffte ich mich auf und ging zum Frühstücken in der Außenanlage vom Hotel. Das Frühstück hat noch nicht so gut geschmeckt, aber ich mußte es mir reinzwingen, denn in den letzten Tagen habe ich gute drei Kilo meines Körpergewichts verloren. Mein Kreislauf ist noch nicht ganz fit und muss sich nun langsam stabilisieren. Meine Arbeitskollegen haben ständig nachgefragt wie es mir geht und ob ich Hilfe brauche. Es war eine sehr nette Geste von Ihnen. Besonders lobenswert muss ich mein Arbeitskollege Rainer Bartsch und seiner Frau Siegrid erwähnen, die sich um mich gekümmert haben. An dieser Stelle sage ich nochmals Danke. Ich gehe morgen noch nicht zur Arbeit, denn mein Körper braucht noch ein paar Tage um sich zu erholen.
18.05.07 Leider habe ich mich zu früh gefreut. Das Fieber ist zurückgekommen mit gute 38°C. Auch hatte ich heute morgen blutigen Auswurf und die Rippenschmerzen sind nicht weg. Anhand dieser Daten habe ich nochmals den Doktor angerufen mit der Bitte um nochmaligen Besuch bei mir. Der Dr.Tiwari war auch nach kurzer Zeit bei mir und ich erzählte ihm die Symptome. Ich fragte Ihn auch ob es eine Lungenentzündung (pneumonia) ist. Nach seiner Untersuchung ist es eine starke Bronchitis, jedoch wird mir morgen früh um 7:30 Uhr Blut entnommen. Die Auswertung erfolgt dann am Samstag Nachmittag und das Ergebnis wird vom Doc. am Sonntag durch einen Visite übermittelt.So langsam fällt mir die Decke auf dem Kopf. War heute schon mehrmals im Flur (9Etage) spazieren um meine Knochen geschmeidig zu machen.
19.05.07 Heute morgen wurde ich aus meine Träume gerissen, durch das Schellen an meiner Wohnungstür. Eine wohlgenährte Inderin stand vor der Tür. Es war die Dame zum Blut abnehmen. Wir hatten gestern zwar ausgemacht um 7:30Uhr, stattdessen kam Sie schon um 6:30 Uhr. Nach mehrmaligen Ansätzen mit der Entnahmenadel am linken Arm, hat Sie es geschafft die richtige Vene zu erwischen und die Ampulle füllte sich. Auch verlangte Sie von mit eine Urinprobe und überreichte mir eine Miniflasche mit einem Einfülloch von circa 5mm. Es war gar nicht so einfach das Fläschen zu füllen. Ich bin heute wieder Fieberfrei und konnte auch mit Appetit wieder essen.
20-27.05.07 Der erste Arbeitstag nach mein Genesung war schon anstrengend. Natürlich war mein Postfach mit E-mails überfüllt. Mein Husten und Schnupfen ist leider bis heute noch nicht verschwunden. Ein hartnäckige Sache. Am Freitag waren wir nach der Arbeit zum bowlen. Die Bowlingbahn ist im Stadtteil Vicroli.Es war ein sehr lustiger Abend. Unterhalten konnten wir uns nicht, weil die Musik auf dieser Bahn einer Disco übersteigte. Auch gab es dort nichts zum trinken und essen. Neben uns waren natürlich Inder. Wir mußten aufpassen das wir nicht von den Bowlingkugel erschlagen wurden. Sie warfen die Kugel erst zwei Meter hoch, bevor sie die Bahn erreichten. Es war sehr amüsant.Gestern bin ich in die Stadt gefahren und war in einem Hotel wo verbilligte Designersachen verkauf wurden. Ich habe mit eine Cordhose und drei Hemden gekauft. In der Stadt waren wir ein bisschen bummeln und standesgemäß im Leopold essen. Ja und der heutige Sonntag ist mein Gammeltag. Länger schlafen, ein bisschen kochen, Gitarre spielen und ich war im Dorf um meine Hose kürzen zu lassen. Das schönste in dieser Woche war, das ich mein Ticket für meine Heimreise im Juni bekommen habe. Na ja, sind aber noch ein paar Wochen bis zu diesem Zeitpunkt.
28.05.-09.06.07 Die Tage und Wochen vergehen schnell. Es liegt wohl daran, das ich mit meiner Arbeit ausgelastet bin. Ich komme auch jeden Abend erst gegen 18:30 Uhr nach Hause und dann nutze ich meine Freizeit mit Sport, Gitarre üben, kochen, skypen und telefoniere mit meine Familie.
Letzten Samstag waren wir im Chor Bazaar. Ein Gegend für Antiquitätensammler und für Ersatzteile aller Art. Ich habe mir dort zwei Fahrradschellen gekauft. Es sind indische Schellen mit einer gewaltigen Lautstärke. Nach geraumer Zeit wurden wir von einem gewaltigen Regenguss überrascht. Schnell bildeten sich kleine Bäche mit einer schwarzen Brühe. Wir hatten uns an einem Teeshop untergestellt, denn unser Fahrer war nicht zu sichten. In diesem Gewühl von Menschen und Autos ist es schwer ein Parkpatz zu bekommen. Nach mehreren Telefongesprächen mit unserem Fahrer hat es dann doch noch geklappt und er hat uns aufgegabelt.
Am heutigen Samstag waren wir 100km außerhalb von Mumbai und zwar in Lonavala und deren Höhlen von Karla. Eine sehr schöne und bergreiche Gegend. Die Höhlen von Karla wurden in einem Hang 120m über der Erde erbaut. Wir brauchten circa 20 Minuten für den Anstieg. Die Höhlen wurden erbaut von Mönche im 1. Jh. v. Chr. und gehören zu frühbuddhistischer Architektur. Die größte Höhle ist 38m tief und 14m breit. Sie besitzt Säulen zu beiden Seiten mit Motive von Elefanten. Am Höhlenbereich ist ein Tempel und neugierig wie wir waren, stellten wir uns barfüßig eine gute dreiviertel Stunde in die Warteschlange ein. Zum ersten Mal war ich in einem buddhistischen Tempel. Am Gebetsbild wurde ich um eine großzügige Spende gebeten und anschließend begam ich einen knallroten Längsstrich auf meiner Stiern gepinselt. Naja, wir kamen an diese Zeremonie nicht vorbei. Am Ausgang hatten wir eine kleine Pause gemacht und unsere Bemalung betrachtet. Auf der Rücktour hielten wir noch am Tiger Vallay an. Ein Tal mit einem sehr schönem Wasserfall und für das Auge ein Schauspiel.
Jetzt bin ich wieder im Hotel und habe von Jessica und Sven ein paar Bilder erhalten, über Ihren heutigen Ausflug im Tierpark.
Es sind sehr schöne Bilder von Mariechen. Nun steht Mariechen schon und bald flitzt Sie los. Es ist für mich eine Erinnerung, wie die Zeit vergeht.
Nun genieße ich mein Kingfisher und denke an zu Hause.
Zitat:
| ICH DENKE NICHT ÜBER DIE ZUKUNFT NACH, SIE KOMMT FRÜH GENUG..................
ALBERT EINSTEIN | | |
12.06.07 Nach der Arbeit habe ich mir eine Kopf und Rückenmassage gegönnt. Es war wieder mal eine Wohltat. Die Haare werden mit einem Aromaoel eingerieben und anschließend beginnt die eigentliche Massage. Das Ganze dauert circa eine halbe Stunde und kostet
200 Rupien(keine 4 Euro). Natürlich ist die Atmosphäre nicht wie in einem Marler Massagestudio, aber die Art der Kopfmassage ist ungewöhlich und unschlagbar. Ein Gefühl der Wohltat für meinen Kopf und die Nackenmuskulatur.
Nach dieser Entspannung fuhr mich mein Fahrer nach Hause. Unterwegs habe ich gemerkt das Ihm etwas quält. Nach einer Weile sprach er mich an, ob ich Ihm helfen könnte. Seine Frau müßte am 26 Juni operiert werden und die Krankenhauskosten übersteigen im weiten seine Einkünfte.
Eine kleine Erläuterung dazu: ein Fahrer seiner Klasse verdient circa 3000 Rupien im Monat. Davon muss er circa 2000 Rupien für eine Unterkunft mit Stromanschluss bezahlen. Also hat er noch ein Rest von 1000 Rupien im Monat zum leben.
Vergleich: für ein Flasche Kingfisher Bier in Mumbai bezahle ich circa 120-160 Rupien und in meiner bescheidenen Behausung 360 Rupien.
Mein Fahrer wollte sich 2000 Rupien von mir leihen und die Schuld in monatlichen Raten von 500 Rupien begleichen.
Ich habe gesagt das ich darüber nochmals schlafen muss.
Natürlich werde ich Ihm morgen früh das Geld geben.
Mir ist jetzt schon klar, das eine Rückzahlung unmöglich ist.
Ich kann diese Bitte aber nicht abschlagen. Mein inneres Ich sagt es mir.
13.06.07 Ich habe mir heute meine eigene Riksha gekauft.
Schaut Euch das schöne Teil mal an unter Bilder:
Meine eigene Riksha
14.06.07 Der Monsun hat gestartet.
Es kommt tonnenweise Regen runter. Das Haupthotelgebäude ist von meiner Fensteransicht nicht mehr zu sehen. Hoffentlich ist das Dach dicht, denn ich wohne im letzten 9 Stock. Werde es bald merken.
17.06.07 Gestern war ich im Hard Rock Cafe. Das Rock Cafe ist super eingerichtet und die Preise sind erschwinglich. Habe dort ein Fläschchen Kingfisher getrunken und zur Krönung des Tages ein Steak gegessen. Die Musik war gegen 19:00 Uhr angenehm und nicht zu laut. Es wurde mit aber erzählt: um so später der Abend, um so lauter wird die Musik. Im Cafe sind regelmäßig Live Auftritte von Rock bands. Natürlich habe ich mir ein T-Shirt als Souvenir mitgenommen.
Ich werde diesen Laden nochmals besuchen.
Mein Spruch des Tages lautet:
11 Tage und den Rest von Heute.
Zur meiner letzten Arbeitswoche kann ich nur sagen:
Zitat:
| ABER HIER, WIE ÜBERHAUPT, KOMMT ES ANDERS, ALS MAN GLAUBT................
Wilhelm Busch | | |
18.06.07 Heute habe ich etwas Besonderes bekommen.
Eine Postrolle von meiner ehemaligen Freundin. Ich habe dieses nette Mädchen mal vor über 30 Jahre kennengelernt.
Es fing damals alles an in einer Gartenkneipe...
.................................................................
Bin mal gespannt, was meine Liebe dort eingepackt hat.
Leider muss ich noch bis Mittwoch warten.
21.06.07 Hallo Freunde. Heute ist Sommeranfang nach dem Kalender(natürlich in Europa) und der erste Tag nach meinem Geburtstag. Ich möchte mich bei Euch für die zahlreichen E-mails und Grußkarten bedanken. Mein Geburtstag feierte ich mit einem langen Arbeitstag, aber ruhig und stressfrei. Ich hatte am Vortag einen Riesenteller mit Schokoladen, Bonbons, und Kuchen gekauft und diese Idee kam gut bei meinen indischen und deutschen Kollegen an. Nach Feierabend fuhr ich in mein Spezialrestaurant mit dem Namen ARTHIE'S POP TATE'S. Dort habe ich wie gewöhnlich mein Steak verspeist und paar Fläschchen Kingfisher genossen. Mit gewöhnlich meine ich natürlich das Steak und nicht die Fläschchen. Und wieder mal habe ich meinen Geburtstag nicht mit meiner Familie und meine Freunde verbracht.
Zitat:
| GOTT GEBE MIR DIE GELASSENHEIT, DINGE HINZUNEHMEN, DIE ICH NICHT ÄNDERN KANN, DEN MUT, DINGE ZU ÄNDERN, DIE ICH ÄNDERN KANN, UND DIE WEISHEIT, DAS EINE VOM ANDEREN ZU UNTERSCHEIDEN. | | |
24.06.07 Gestern war ich zum Abendessen im Marine Hotel mit der Familie Bartsch. Es war eine nachträgliche Geburtstagseinladung von mir. Ein sehr gepflegtes Hotel an der Bombay Beach Marine Drive. Das Essen war indische Küche, sehr schmackhaft zubereitet und ausgezeichnet. Wir waren dort die einzigsten Bleichgesichter unter den Gästen. Im Hintergrund ertönte Musik und Gesank von einem Keyboarder mit Sängerin.
Am Fensterplatz konnten wir das Treiben der Menschen und die Beach beobachten. Zu diesem Zeitpunkt kam das Wasser vom Himmel in einer Menge, die ich bisher in meinem Leben noch nicht gesehen habe. Teilweise spazierten Inder die Promenade auf und ab, mit keinem trockenem Teil am Körper, jedoch mit einem strahlenden Gesichtsauszug.
Sie genossen diese Fluten.
Eine kleine Anecdote aus meiner Kindheit. Ich habe das auch mal getan bei einem heftigen sommerlichen Regenschauer, tanzte in einer Wassergrube herum und war erfreut. Jedoch fand das meine Mutter leider nicht so gut und nach einer gehörigen Predigt mit langen Ohren spülte mich meine Mutter im Waschkeller mit kaltem Wasser ab. Fragte mich damals und heute noch warum ich eigentlich bestraft wurde.
Es hat doch Freude bereitet.
Kommentar zur meiner letzten Arbeitswoche:
Zitat:
| TEAMARBEIT IST, WENN VIER LEUTE FÜR EINE ARBEIT BEZAHLT WERDEN, DIE DREI BESSER MACHEN KÖNNTEN, WENN SIE NUR ZU ZWEIT GEWESEN WÄREN UND EINER DAVON KRANK ZU BETT LÄGE. | | |
28.06.07 Hura, komme gerade von der Arbeit und heute war mein letzter Arbeitstag vor meinem Urlaub. Leider muss ich noch bis 23:30 Uhr Bombayzeit warten.
Danach werde ich zum Flugplatz gebracht und so Gott es will werde ich nach Hause fliegen.
30.06.07 Endlich, ich bin wieder zu Hause und mit Freude hatte ich heute meine gesamte Familie um mich. Zum ersten Mal hatte ich mein Enkelsohn Joshua im Arm und sah wie meine Enkeltochter Marie laufen kann. Es war schon ein komisches Gefühl für mich. Mir ist wieder mal bewußt, wie lange ich weg war.
11.08.07
Seid gegrüßt Freunde, da bin ich wieder nach langer Zeit. Nach einem super Heimaturlaub bin ich leider hier wieder gelandet und die ersten zwei Wochen in Bombay waren zum
Es dauert eine Weile bis man sich an den alten Trott gewöhnt hat.
Der Monsun macht die Menschen in Bombay zu schaffen und so manche Krankheiten entwickeln sich. Mit den Überschwemmungen ist es manchmal sehr heftig. Ein Arbeitskollege hat schlimme Erfahrungen hinter sich. Nach Feierabend ist er in einem Einkaufzentrum gewesen. Es ist ein nördlicher Ortsteil von Bombay und liegt ein bisschen tiefer als alle anderen Orte. Es hat dort in kurzer Zeit so geregnet, das die Fahrzeuge auf dem Parkplatz abgesoffen waren und er mit Mühe und Not wieder zum Hotel kam. Gegen Nachts 1:30 Uhr kam er an, natürlich durchnässt und durchgefroren. Man sollte sich gründlich überlegen wo man hinfährt in dieser Jahreszeit. Nach den Pressemitteilungen und auch Gesprächsaustausche mit meinen indischen Kollegen regnet es in Bombay um die 2,2m³ pro Quadratmeter in der Monsunzeit. Die Wassermengen werden aber auch benötigt um die Trinkwasserreservate zu füllen, denn ansonsten würden die Inder große Problem während den Trockenzeiten haben. Diese beginnen im Oktober und enden im Juni. Das ist schon eine lange Durststrecke.
31.08.07
Letzten Dienstag hatten wir in Indien ein Feiertag. Dieser Feiertag ist ein jährliches Familientreffen wo sich gegegseitig die Brüder und Schwestern besuchen.
An diesem Tag habe ich eine Reise nach Matheran unternommen. Matheran liegt circa 120Km von Bombay entfernt. Die Reise ging durch das neue Navi-Bombay in Richtung Pune.
Entlich konnte ich mal den Hexenkessel von Bombay entweichen. Die Umgebung von Matheran ist Landwirtschaftlich. In Matheran gibt es eine 850m hohe Hillstation. Diese wurde Anno 1919 von den ehemaligen Kolonialbesatzern aufgebaut. Wir konnten mit dem Auto bis zu einem bestimmten Endpunkt fahren. Dort angekommen haben wir uns ein Pferd geliehen und sind die letzten 4 Kilometer hinauf geritten. Es war ein super Gaudi.
Einer meiner Kollegen wollte nicht reiten und hat sich von zwei Indern in einer Karre heraufziehen lassen. Eine normale Dienstleistung an dieser Hillstation.
Der Höhenort läd zu ausgiebe Spaziergänge ein. An diesem Tag haben wir sehr viele lanschaftliche Eigenschaften von Indien erlebt
Ihr könnt Euch ja mal die Bilder anschauen. (Reise nach Matheran)
02.09.07
Der September hat begonnen und ich freue mich schon auf meine nächste Heimreise.
Am Freitag hatte unsere Firma eine Party veranstaltet. Die Feier wurde ausgeführt in im Ballsaal von Marriotthotel unter dem Motto: Übergang vom Basic zum Detail Engineering. Nach ein paar Ansprachen wurde ein super Essen aufgefahren und das Bier schmeckte auch vorzüglich. Auch von dieser Party habe ich ein paar Bilder hinterlegt.
02.09.07
Ich freue mich immer wieder wenn ich eine E-mail von Euch erhalte. Also seit nicht schreibfaul und legt los.
16.09.07
Heute ist ein besonderer Tag in Indien. Heute ist einer der Tage wo der Gott Ganesha, Sohn vom Shiva und Parvati versenkt wird. Nach einem sehr gutem Essen in meinem Stammrestaurant bin ich zum See gegangen, um das Spektakel mit meinem eigenen Körper zu erleben. Ich mischte mich unter das indische Volk.
Einmal im Jahr wird der indische Gott mit dem Namen Ganesh versenkt. Das heißt, es wird ein Elefantengott nachgebildet, angebetet und anschließend in einem See oder im arabischen Meer versenkt.
Der Ganesh ist ein Gottessohn. Leider wußte der Erzeuger nichts davon, denn er war lange abwesend. Der Vater schlug dem Sohn den Kopf ab, weil er dachte es wäre ein Einbrecher oder Nebenbuhler. Die Mutter erzählte es dem Mann das dieses Geschöpf der eigene Sohn war, jedoch es war zu spät. Voller Trauer über diese Mißgeschick befahl der Herrscher seinen Wächtern sofort Ersatz zu besorgen. Der nächste anzutreffende Kopf sollte als Ersatz dienen. Die Wächter trafen das nächste Geschöpf, aber es war kein Mensch, sondern ein Tier mit dem Namen Elepfant. Sie schlugen dem Elepfanten den Kopf ab und brachten es Ihrem Herren. Dieser setzte den Kopf auf des Sohnes Rumpfes. Und so entstand der Ganish. Er ist ein Glücksbringer und Beseitiger von Hindernissen und ziert pratischerweise das Armaturenbrett vieler Busse und LKW's.
Hatten wir nicht auch mal früher so eine Art Glücksbringer? Ich habe noch das Bild im Kopf.
Die Inder sind während dieser Zeremonie wie im Rausch. Für mich war es auch ein Erlebniss. Eine Stimmung die man nicht beschreiben kann.
Schaut Euch mal die Bilder an
14.10.07
Gestern war ein besonderer Tag für Uhde-India. Es war die Grundsteinlegung für das neue Uhde Gebäude in Bombay. Die Fertigstellung des Gebäudes ist im Mai 2009 geplant.
Das neue 9 stöckige Gebäude bekommt eine Brückenverbindung zum Altbau. Die Einweihung wurde von einem Priester gestaltet und wir wurden alle gesegnet.
Unser Uhde Geschäftsführer Dr. Thiemann hatte anschließend den ersten Spatenstich durchgeführt. Uhde India erweitert. Ich habe ein paar Bilder angelegt von dieser Zeremonie.
Am Abend war ich eingeladen bei meine jungen Arbeitskollegen. Sie gestalteten eine Party und diese war sehr gelungen. Die Drei wohnen in einer Wohngemeinschaft im Taj Welington Hotel. Ein sehr schönes Hotel im Stadtzentrum. Jedoch zu teuer für eine Einzelperson. Bilder sind unter die drei von der Wohngemeinschaft abgelegt.
21.10.07
Ein schöner Sonntag mit 35°C im Schatten.
Heute ist unser Oktoberfest im Hotel. Sehr gut gestaltet mit dröhnender DJ Musik einem super Essen und sogar mit reichlichem Faßbier. Als Superüberraschung war auch noch ein Elefant zum reiten angagiert. Es war ein super Gaudi.
Der Elefant hatte ein Stockmaß von 3m. Ein gewaltiges Tier, wenn man unmittelbar davor steht. Seht Euch mal die Bilder an. Der Ritt war wie auf einer Fahrt mit einem Segelschiff. Zur Belohnung bekam der Elefant Zuckerrohr zum fressen. Übrigens war es eine Dame mit 40 Jahre.
27.10.07
Am Freitag war ich zur einer Piping Promote Party eingeladen. Einige meiner indischen Kollegen wurden befördert, mit Titeln wie General Manager, Deputy Manager oder Senior Manager. Die Kollegen sind sehr stolz auf diese Titel und in Indien ist das eine große Sache. Wir waren im Bombay Presidency Golf Club. Ein sehr schöne alte Clubanlage aus dem Jahr 1933 und von den Engländern eröffnet. Es waren aus der Pipinggruppe fast 100 Personen. Die indischen Kollegen waren sehr lustig und es wurde kräftig getanzt.
Das gesamte Fest wurde von den Beförderten gesponsort.
Es war eine Ehre dabei zu sein.
In Deutschland habe ich so etwas noch nicht erlebt. In dieser Sache könnten wir von den Indern ertwas lernen. Nicht nur in familiärer sondern auch in beruflicher Sicht.
Bilder sind unter Promote Party abgelegt.
28.10.07
Mein Ausflug nach Murud-Jajira und Kashid
Diese Städte liegen circa 165km südlich von Bombay.
Mußte einfach mal wieder aus Bombay raus um was grünes zu sehen. In Kashid habe ich mir ein Resort angeschaut. Sehr gut für indische Verhältnisse gebaut und die Zimmer und Bungalows waren auch nicht schlecht.
Nach diesem Aufenthalt führte meine weitere Reise zum Janjira Fort. Eine alte historische Festung als Insel im arabischen Meer. Wir mußten mit einem Segelkan übersetzen. Es war wie immer sehr lustig mit den Indern. Ich wurde natürlich als Weißnase gründlich bemustert.
Nach einem Segelmanöver streifte das untere Segeltuch meine Sonnenschutzkappe und schwupps war sie im Wasser. Die Kappe wurde aber mit einem indischen Fuß herausgeangelt. Glück gehabt. Bilder sind natürlich abgelegt unter Murud Janjira abgelegt.
17.11.07
Hallo Freunde. Nun habe ich wieder was neues zu berichten. Ich bin froh das die indischen Dewali Feiertage vorbei sind. Ja was ist eigentlich Dewali werdet Ihr Euch fragen. Dewali ist sind die Tage der Lichter und der Sieg über das Böse im Hinduglauben. Es sind fünf Tage des enthusiasm and joy, also der Begeisterung und Freude. Das Dewalifest fällt auf dem Tag Amavasya und ist ein Tag ohne Mondlicht. Es ist das Jahresende der Hindus und vergleichbar mit unserem Weihnachtsfest und Silvester. Es waren Tage mit ohrenbetäubendem Lärm, die teilweise durch Knaller mit 135db verursacht wurden. Durch dieses tagelange Raketen und Kracherfest war die Luftverschmutzung stark angestiegen. Sogar die indischen Zeitungen berichteten davon.
Was mich sehr beeindruckte war die Beschmückung mit Lichterketten und Lampions an den Häusern.
Diese Feiertage habe ich ausgenutzt um das andere Indien kennenzulernen außer Mumbai.
Mein Ziel war Jaipur, Akra und Delhi. Ein bisschen Unterricht zur geografischen Lage.
Indien besitzt 29 Landesbezirke, ist 3200km von Süden nach Norden und 2900km von Westen nach Osten an der breitesten Stelle. Bombay liegt im Staat Maharasthra und mein Ziel war circa 1000km nordöstlich nach Jaipur im Staat Rajastahan, das angrenzt an Pakistan. Akra liegt im Landesteil Uttar Pradesh und Delhi ist ein eigenes Landesteil.
Mein Flug war am 7.11.07 gegen 17:30 Uhr von Bombay nach Jaipur mit eine gesellige Runde von Arbeitskollegen. Unser Flug hatte eine Stunde Verspätung und angekommen in Jaipur suchten wir unseren gemieteten Reisebus mit Fahrer. Nach einer weitern halbe Stunde des Hoffens haben wir den Fahrer gesichtet. Zur unserer Überraschung fanden wir einen sehr ordentlichen, für indische Verhältnisse sauberen Reisebus vor. Auch unser Reiseführer machte einen sehr guten Eindruck auf uns. Die Fahrt führte dann zur erste Übernachtungsstätte. Das Holiday Inn in Jaipur. Nach einem leckeren Menü und ein paar Fläschen Kingfisher wurde uns ein Puppentheater vorgestellt mit handgefertigte Puppen aus Rajastahan. Ich war begeistert von dieser Vorstellung und der erste Abend war gelungen.
Am zweiten Tag wurden wir frühmorgens von unserem Reisebus abgeholt und die Fahrt führte zum rotem Palast der Winde das Hawa Mahal. Von einer Hauptstraße konnten wir den Palast fotografieren, jedoch umzingelt von Bettlern, Inder mit Souvenirs und Schlangenbeschwörer. Es ist nicht so einfach sich daran zu gewöhnen, denn es kann sehr lästig und stressig werden.
Die Fahrt führte weiter zum Amber Fort. Eine lange Menschschlange sammelte sich vor dem Aufstieg zum Fort. Aber das Warten hatte sich gelohnt, denn der 20 minütige Aufstieg wurde per Elefantenritt durchgeführt. Ein Gefühl wie auf einer Schiffschaukel und ich glaube mein Elefant hatte Schnupfen, denn er sprühte aus seinem Rüssel ständig Wasserpartikel die mich zwei mal trafen, jedoch nicht so klebrig wie Schno….
Die Elefanten machen nur noch diesen Aufstieg drei bis fünf mal an Tag, mit höchsten zwei Lastpersonen. Vor geraumer Zeit ist ein Elefant durchgedreht und hat ein paar Inder zertrampelt. Die Gründe waren wahrscheinlich die zahlreichen Aufstiege ohne Begrenzung und bis zu fünf Personen an Last. Kein Wunder das der Koloss durchgedreht ist. Ja, meine lieben Inder kennen keine Gnade. Geld , Moneten, Rupien regieren die Welt.Oben angekommen und abgestiegen von unserem Elefantenritt, haben wir natürlich das Fort besichtigt. Das Fort ist umgeben von einer 7km langen Befestigungsmauer. Vergleichbar und aussehend wie die chinesische Mauer. Und natürlich wie immer, waren wir umzingelt von braune Männchen mit Souvenirs. Werde mir bei der nächsten Sightseeing-tour die Haare schwarz färben und ein Schnauzbart wieder wachsen lassen. Aber ich glaube die haben ein Geruch für Weißnasen.
Die Abfahrt haben wir mit einem Jeep getätigt und natürlich am Reisebus wurden wir wieder empfangen von Bettlerinnen mit Ihren Babys. Spurtartig haben wir den Bus bestiegen und die Weiterfahrt führte auf eine Bergkette mit einem weiteren Palast. Oben angekommen, herrschte eine Ruhe der Erholung. Nach einem Fußmarsch von 10 Minuten konnten wir von einem bestimmte Punkte auf die Stadt Jaipur schauen und der Stadtlärm rauschte zu uns. Es war eine gewaltige Übersicht über diese 3 Millionen Menschenmetropole.
Am nächsten Tag führte unsere Reise per Bus nach die 250km entfernte Stadt Akra, jedoch mit Zwischenstopp. Wir mussten unbedingt auch die verlassene Palaststadt sehen. Erbaut in 12 Jahren. Der Palast wurde nur 4 Jahre bewohnt und anschließend wegen Wassermangel verlassen. Auch ist hier wieder eindeutig die bauliche Aufteilung der separaten Frauengemächer per Glaubenskultur vorhanden.
Angekommen im Holiday Inn Hotel in Agra waren wir erstmal platt, wie man so schön sagt.
Jedes Straßenschlagloch war noch im Körper zu spüren. Mir kam es so vor, als wenn der Bus keine Federungen hatte.
Frühmorgens am 9.11.07 gegen 6:00 Uhr wollten wir unser Höhepunkt der Reise sehen.
Das Taj Mahal.
Ohne Frühstück fuhren wir los um den Ansturm der Inder zu meiden.
Aber wie das Leben so spielt im Lande mit 1,2 Milliarden Menschen. Man ist in Indien nie alleine.
Nun standen wir vor eines der Weltwunder unserer Zeit. Erbaut im Jahre 1631 bis 1653 in 22 Jahren mit 20000 Menschen durch den Mughal Shah Jahan. Shah Jahan hat das Grabmal gebaut für seine Frau. Was war das für eine Liebe.
Bilder sind abgelegt unter Akrar.
Zitat:
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In jeder Minute, die du im Ärger verbringst, versäumst du 60 glückliche Sekunden deines Lebens. | | |
Ihr könnt Euch schon mal die Bilder vom Taj Mahal anschauen. Demnächst werde ich darüber weiter berichten.
Auch in Indien wird Thanksgiving gefeiert. Es ist in natürlich kein indischer Feiertag sondern ein amerikanischer und wird bei uns zu Hause Erntedankfest genannt, jedoch wurde es auch nach hier übertragen aus dem Amiland. Unser Hotel hatte an diesem Tag etwas besonderes vorbereitet. Ein candle-light dinner. Wunderschön vorbereitet, jedoch wurde dieses Dinner gestört von einer Nachbarsfeier mit lautstarker Musik.
Nach einer Unterhaltung mit dem Hotelmanagement mußten wir leider 50% von den Dinnerkosten abziehen wegen Ruhestörung.
Bilder sind unter Thanksgiving zu sehen.
03.12.2007
Nun haben wir schon Dezember und bis Weihnachten ist nicht mehr lang.
Im Mumbai City Guide hatte ich gelesen, das die Gesellschaft für deutsche Zusammenarbeit und der Royal Western India Turf Club ein Weihnachsmarkt veranstaltet, mit dem Namen Mumbai Christmas Fest and Racing Carnival.
Ich informierte meine Arbeitskollegen und wir traffen uns auf dem Weihnachtsmarkt bei einer Tasse Glühwein und einer Bratwurst bei 32°C Außentemperatur. Der Schweiß lief uns am Hintern herunter. Das Fest war ausgezeichnet organisiert auf dieser Pferderennbahn mit einem Kirchenchor, Verkaufstände für Weinachtsschmuck,
Bier (Warsteiner schmatz..) und Futterbuden.
Nach der offiziellen Zeremonie spiele ein Rockband noch super Lieder.
Ich habe mir auch eine Weihnachtsbeleuchtung gekauft und werde sie heute am 1 Advent in meinem Zimmer aufhängen. Bilder könnt Ihr Euch anschauen unter:
Mumbai Christmas Fest
09.12.2007
Nun haben wir schon den zweiten Advent und es ist nicht mehr lange bis Weihnachten. Ich freue mich schon wahnsinnig auf meinen Besuch.
Gestern habe ich mir sogar einen kleinen Weihnachtsbaum gekauft und diese Dekoration gefällt mit gut in meinem Arpartment.
Das Hotel hatte gestern eine Weihnachtsfeier veranstaltet. Ich war erstaunt über die Grippe. Lebensecht gestaltet mit einem Esel, Hühner, Schafe und Maria und Josef im Stall. Das alles gestaltet unter einer Palme. Sogar der Weihnachtsmann war da und verteilte für die Kinder einige Geschenke. Das ganze wurde von einer Sängerin mit Weihnachtsmusik begleitet. Das Essen wurde traditionell mit einem Truthahn serviert. Bilder sind unter: Hotel-Weihnachtsfeier
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